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Defending Ongwen

Ein Dokumentarfilm von Emil Langballe und Lukasz Konopa | 90 min | 2022 | DK, D

 

Dominic Ongwen war neun Jahre alt, als die sogenannte Widerstandsarmee des Herrn (Lord’s Resistance Army), angeführt von Joseph Kony, ihn aus dem Haus seiner Eltern in Gulu, Uganda, verschleppte. Dominic wurde gefoltert, einer Gehirnwäsche unterzogen und zum Töten gezwungen. Er wurde nicht befreit und ist auch nicht geflohen. Nach rund 30 Jahren im Busch stellte er sich schließlich. Er wurde des Völkermords und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt, an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ausgeliefert und inhaftiert. Dort steht er derzeit in einem beispiellosen Präzedenzfall vor Gericht: Ongwen ist der erste ehemalige Kindersoldat, dem wegen Kriegsverbrechen der Prozess gemacht wird.

Der Film begleitet Ongwens Anwalt Krispus Ayena und sein Team während des Prozesses vor dem Internationalen Strafgerichtshof und in Uganda, wo sie Material, Beweise und Zeugenaussagen zusammentragen. Sie wollen herausfinden, was Ongwen im Busch erlebt hat und welchen Einfluss diese Erfahrungen auf ihn hatten. Für sie ist dieser Fall viel mehr als einfach nur ein weiteres Mandat.

Team

Buch: Emil Langballe, Lukasz Konopa

Regie: Emil Langballe, Lukasz Konopa

Kamera: Kacper Czuback, Janis Mazuch

Ton: Michael Arens

Schnitt: Michael Aagelund

Produzentinnen DK: Heidi Kim Andersen, Helle Faber

Redaktion: Susanne Mertens, ZDF/ARTE

Weltvertrieb: Dogwoof

 

In Koproduktion mit Made in Copenhagen und dem ZDF, in Zusammenarbeit mit ARTE.

Produktion gefördert von: Film- und Medienstiftung NRW, Danish Film Institute, Film Fyn u.a.